Internationaler Austausch Politische Bildung & Jugendbildung

05.03.2023

bis

10.03.2023

Demokratie DE PL

Sprache, Deliberation und Demokratie in der Zivilgesellschaft in Deutschland und Polen. Philosophische Theorie und gelebte Praxis. Blockseminar für Studierende der Philosophie aus Deutschland und Polen

ZFZertifikat

Das Seminar richtet sich an Philosophiestudierende aus Polen und Deutschland, die im Rahmen eines sechstägigen Seminars demokratische Prozesse erleben und über sie reflektieren. Das Seminar soll das Verständnis sowohl universeller Probleme in der Demokratie als auch der Kulturunterschiede in demokratischen Prozessen im deutsch-polnischen Kontext fördern. Es wird als eine fakultative Blocklehrveranstaltung gemeinsam vom Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Philosophischen Fakultät der Universität Warschau Studierenden aus beiden Ländern angeboten. Im Seminar wollen wir uns mit der publizistisch immer wieder diagnostizierten Krise der liberalen, deliberativen Demokratie philosophisch auseinandersetzen. Allerdings soll dies nicht in der im akademischen Kontext üblichen Form einer theoretischen und rationalen, aber zugleich praxis- und emotionsfernen Deliberation stattfinden, da diese „rationalistische Reduktion“ des Politischen oft gerade als Hauptursache der aktuellen Krise genannt wird. Stattdessen möchten wir die Teilnehmenden mit der praxisorientierten Methode aus dem Demokratieprogramm „Betzavta/Miteinander“ konfrontieren. In dem vom „Adam-Institute for Democracy and Peace“ in Jerusalem entwickelten Demokratie-Lernprogramm „Betzavta“ (deutsch: „Miteinander“) können die Teilnehmenden zunächst den Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung selbstständig in einem Gruppengeschehen erfahren, um darüber erst anschließend auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen selbständig zu reflektieren und die so gebildeten eigenen Konzepte mit relevanten philosophischen Thesen anderer Autoren zu konfrontieren. Im Seminar werden die Schwerpunkte auf folgende Themen gelegt: die Rolle vom Gespräch im demokratischen Geschehen; die rationalen Verbindlichkeitsbedingungen einer demokratischen Diskussion; Kritik der Rationalisierung von Diskussionen; die Grundlagen des Argumentierens.

Beitrag
kostenfrei
0 €
DZ/VP

Kurz-URL:

https://www.gsi-bevensen.de/goto/xNYIa

Dozent*innen

Michał Dobrzański

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozialphilosophie, Philosophisches Institut, Universität Warschau. Promovierte über die Begriffstheorie Arthur Schopenhauers. DAAD-Stipendiat und Gastdozent der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Jahren auch als deutsch-polnischer Konferenzdolmetscher tätig.

Margit Ruffing

Studium der Philosophie, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Italianistik und Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Redakteurin der Kant-Studien und wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 2014 Komm. Leitung der Kant-Forschungsstelle am Philosophischen Seminar der Universität Mainz. Zahlreiche internationale Veröffentlichungen zu den Forschungsschwerpunkten Schopenhauer und Kant.

Steffen Spandler

Sozialpädagoge, Trainer im Bereich Erlebnispädagogik, Sprachanimation und internationale Jugendarbeit.

Päd. Mitarbeiter*in des GSI

Iwona Domachowska

Bildungsreferentin. Studium angewandte Linguistik, M.A., Friedens- und Sicherheitspolitik, M.P.S. Zertifizierte Gruppenleiterin interkulturelle Bildung, zertifizierte Trainerin des Demokratie-Lernprogramms „Betzavta/Miteinander“. Schwerpunkte der politischen Bildung: Diversity, Demokratiebildung und Rassismuskritik.

Kontakt:
Telefon: (0 58 21) 9 55-16 7
E-Mail: iwona.domachowska@gsi-bevensen.de

Kooperation(en) mit:
Universität Warschau, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Förderer:
Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Universität Warschau, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, SANDDORF-STIFTUNG, Kant-Forschungsstelle der JGU Mainz