BUBildungsurlaub mgl.
»Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei«, so heißt es in Artikel fünf, Absatz drei des Grundgesetzes.
Das ist ein hohes Gut und war nicht immer so. Friedrich Schiller etwa hatte immer wieder mit der Zensur zu kämpfen und kaum eines seiner Theaterstücke kam ohne Streichung auf die Bühne. Sein Erstling »Die Räuber« (1782) eckte bei Herzog Karl von Württemberg so sehr an, dass er Schiller jegliches literarische Schreiben verbot, worauf der das Land Württemberg verließ. Aber wir müssen gar nicht so weit in die Vergangenheit blicken. In der DDR war die »Freiheit der Kunst« nur auf dem Papier zu finden. Es wurden nur Künstler*innen gefördert, die »ideologisch korrekte« Werke schufen. Der Staat mischte also kräftig bei der Kunstproduktion mit. Im September 2025 sagte Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich der Wiedereröffnung der Synagoge Reichenbachstraße in München: »Wir werden Antisemitismus auch im Gewand der vermeintlichen Freiheit der Kunst, der Kultur und der Wissenschaft nicht dulden.« Das ist bemerkenswert, wird aus der Freiheit der Kunst doch eine »vermeintliche«, also nur eine scheinbare.
Muss der Staat eingreifen, wenn die Kunst den rechtlichen Rahmen überschreitet? Wer muss hier vor wem beschützt werden? Ist Kunst politisch? Oder ist nicht vielmehr die »Nutzlosigkeit« der Kunst ihr besonderes Merkmal? Was ist das Politische? Was das Künstlerische? Wie stehen beide Bereiche zueinander? Wer formt hier was?
In diesem Seminar wollen wir diese Fragen diskutieren und ein tieferes Verständnis über das Verhältnis von Kunst und Politik zu erlangen suchen. Mit Kunstbetrachtungen und plastischen Übungen mit Ton komplementieren wir die Diskussion.
Im Fokus unserer Arbeit steht der deutschsprachige Raum der letzten zweihundert Jahre.
Das Seminaar kann als Bildungsurlaub besucht werden (Angabe des Bundeslandes bei der Anmeldung, Anerkennung des Seminars als Bildungsurlaub unter Vorbehalt).
Seminarzeiten (Änderungen vorbehalten)
Seminarbeginn: Montag, 11 Uhr
Seminarende: Mittwoch, 12.30 Uhr (anschließend gemeinsames Mittagessen)
tägliche Seminarzeiten: 9.00 – 12.30 Uhr, 14.00 – 18 Uhr, ggf. 19.00 – 20.00 Uhr

Als Künstler zeichnet er gerne Bildergeschichten mit Ölpastellen und auch oft draußen mit Bleistift und Marker. Er hat Germanistik und Philosophie studiert, ist Mitarbeiter beim Literarischen Salon der Universität Hannover und als Grafik-Designer tätig.

Kunststudium an der »Freien Kunststudienstätte Ottersberg«. Bildender Künstler, Farbgestalter und Buchillustrator, Kunsttherapeut; freier Mitarbeiter in verschiedenen Ausbildungsstätten für Kunst und Soziales.

Nicole Naumann
Kultur & Kreatives, Berufliche Kompetenz
Kontakt:
Telefon: 05821 955-112
E-Mail: nicole.naumann@gsi-bevensen.de
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie Ihr Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Zustimmung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.