Politische Bildung & Jugendbildung

10.04.2026

bis

12.04.2026

Koloniale Spuren in deutschen Städten: Von Straßennamen bis zu Denkmälern

Haben Sie sich jemals gefragt, warum bestimmte Straßen in Ihrer Stadt nach kolonialen Akteuren benannt sind? Oder welche Geschichte hinter scheinbar harmlosen Denkmälern steckt? Koloniale Vergangenheit ist in deutschen Städten bis heute sichtbar – in Straßennamen, Denkmälern, Architektur und öffentlichen Räumen. Doch diese Spuren werden oft übersehen oder ihre Bedeutung bleibt unbekannt.

In diesem intensiven Wochenendseminar nehmen wir Sie mit auf eine kritische Spurensuche durch die koloniale Geschichte deutscher Städte. Wir bieten Ihnen eine fundierte Bestandsaufnahme der Kolonialarchive, analysieren gemeinsam die historischen Kontexte und diskutieren aktuelle Debatten um Umbenennungen, Restitution und Erinnerungskultur.

In diesem praxisorientierten Seminar lernen Sie, wie Sie…

  • … koloniale Spuren in urbanen Räumen erkennen und historisch einordnen.
  • … die Bedeutung von Straßennamen, Denkmälern und öffentlichen Gebäuden kritisch hinterfragen.
  • … Zugang zu Kolonialarchiven finden und historische Quellen analysieren.
  • … aktuelle Debatten um Erinnerungskultur und postkoloniale Aufarbeitung verstehen.
  • … konkrete Ansätze für zivilgesellschaftliches Engagement entwickeln.

Wir zeigen Ihnen anhand konkreter Fallbeispiele aus deutschen Städten, wie koloniale Strukturen bis heute nachwirken und welche Strategien zur kritischen Auseinandersetzung existieren. Durch interaktive Diskussionen, Archivrecherchen und Gruppenarbeiten erhalten Sie substanzielle Einblicke in ein oft verdrängtes Kapitel deutscher Geschichte.

Dieses Seminar richtet sich an alle, die sich für postkoloniale Geschichte interessieren, in der politischen Bildung tätig sind oder sich aktiv für eine kritische Erinnerungskultur in ihrer Stadt einsetzen möchten.

Seminarbeginn: Freitag, 16.00 Uhr
Seminarende: Sonntag, 12.30 Uhr (danach Mittagessen möglich)

Seminarzeiten: 9.00 – 12.30 Uhr, 14.00 – 18.00 Uhr (Freitag 16.00 – 18.00 Uhr), 19.00 – 21.00 Uhr

Beitrag
350 €
DZ/VP
Beitrag
400 €
EZ/VP
Beitrag ermäßigt
für Studierende und Erwerbslose
280 €
DZ/VP
zzgl. Kosten
Kurtaxe pro Nacht
3,50 €

Kurz-URL:

https://www.gsi-bevensen.de/goto/orizW

Dozent*innen

Dechanel Kouameny Tankeu

Provenienzforscher und PH.D Researcher, Universität Göttingen im Fach Mittlere und Neuere Geschichte. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Kolonialgeschichte Kameruns, Ritualanthropologie und Provenienzforschung. Dissertation zum Thema „Dzom So'o und die deutsche Kolonialmacht: Rituale, Widerstand und Wandlungsprozesse in Kamerun (1884–1916)". Masterabschluss in Historischen Wissenschaften an der Universität Augsburg, Bachelorstudium der Geschichte an der Université de Ngaoundéré, Kamerun. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Fünf Kontinente München (2025) mit Schwerpunkt Provenienzforschung zu kolonialen Objekten aus Kamerun und qualitative Interviews mit Herkunftsgesellschaften in Yaoundé. Praktikant im Projektmanagement bei den Kunstsammlungen und Museen Augsburg (2021–2022), Koordinationsassistent für Projekte „Missing Stories. Schwarze Menschen in der Kunst" und „Deutsche Infrastrukturen in Togo". Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe beim ASB Nothilfe Berlin e.V. im Ankunftszentrum Tegel seit Dezember 2023.

Päd. Mitarbeiter*in des GSI

Jude Tolo

Jude Daniel Tolo

Sprachen, Kommunikation & internationale/politische Bildung. Germanist und Komparatist, M.A. & M.Ed. Deutsch als Fremdsprache und Pädagogik.

Kontakt:
Telefon: +49 (0)5821 955-117
E-Mail: jude.tolo@gsi-bevensen.de