In ihrem vieldiskutierten Bestseller „Wie Demokratien sterben“ legen die beiden amerikanischen Autoren David Ziblatt und Robert Levitsky einen Kriterienkatalog anhand dessen sie den Zustand ganz unterschiedlicher Demokratien beschreiben. Dabei führen sie – mit kritischem Blick auf die USA, auf Brasilien oder die Türkei – u.a. die Ablehnung demokratischer Spielregeln, die Delegitimierung politischer Gegner und die Billigung von Gewalt als Faktoren auf. Andere Analytiker*innen beklagen, dass mit wachsender Polarisierung die ungeschriebenen Gesetze der Demokratie zunehmend außer Kraft gesetzt würden. Auch in den „westlichen“ Gesellschaften fragen kritische Stimmen, ob Demokratie die geeignete Staatsform für die Lösung so drängender Probleme wie Pandemien, Klimakatastrophe und Ressourcenverteilung sei. Vertreter*innen autoritärer Regime wie Russland und China stellen selbstbewusst die Handlungsfähigkeit demokratischer Länder in Frage; Regierungen in Ungarn oder Polen bestehen auf ihren eigenen Interpretationen von Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit. In der digitalen Kommunikation gefährden postfaktische Ansätze die Informations- und Meinungsfreiheit. Wie steht es um die Demokratie bei uns und in unseren Nachbar- bzw. Partnerländern? Welchen Krisenszenarien müssen wir uns stellen? Was muss sich verändern, damit Demokratien handlungs- und gestaltungsfähig bleiben? Finden Sie gemeinsam mit Expert*innen mögliche Antworten und bilden Sie sich selbst Ihre Meinung zum gegenwärtigen Zustand und zu den Zukunftsaussichten unserer Demokratie.

Martin Kaiser
Politikwissenschaftler; langjährige Tätigkeit in politischer Bildung, interkulturellem Dialog und internationaler Arbeit; seit 1. Juni 2012 Leiter des Gustav Stresemann Instituts
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Telefon: (0 58 21) 9 55-11 1
E-Mail: martin.kaiser@gsi-bevensen.de
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